Davon bin ich überzeugt: Jeder kann ein Mindestmaß an Selbstorganisation lernen - auch wenn anscheinend das Organisations-Gen eher schwach ausgeprägt ist. Dieser Beitrag möchte Dir dazu eine Starthilfe geben.
Selbstorganisation ist ja theoretisch gar nicht schwer. Meistens hapert es "nur" daran, die Theorie in die Praxis umzusetzen.
Deswegen habe ich drei praktische Tipps zusammengestellt, wie Du vielleicht wirklich etwas Praxis bei Deiner Selbstorganisation lernen kannst.

Tipp #1: ToDos aufschreiben
Vielleicht stöhnst Du jetzt schon auf: Bloß das nicht!
Ich glaube, dass Du es trotzdem schaffen kannst.
Mit einem Buch
Wenn es Dir leichtfällt, Dinge mit der Hand aufzuschreiben: Lege Dir doch einfach eine Schreib-Kladde zu, die Du immer in Reichweite hast. Vielleicht sogar eine, die irgendwie cool aussieht. Dort hinein schreibst Du alles, was Du zu tun hast. Vor jedes ToDo machst Du ein kleines Kästchen, das Du abhaken kannst, wenn das ToDo erledigt ist.
Das kannst Du zu Hause und im Job so machen. Im Job solltest Du diese Kladde auch in jede Besprechung mitnehmen und direkt aufschreiben, welche ToDos Du Dir eingefangen hast.
Mit einer App
Es gibt hunderte ToDo-Apps. Wenn Du gerne Dein Handy als Werkzeug einsetzt, könntest Du dort eine ToDo-App installieren. Die Platzhirsche unter diesen Apps sind Microsoft ToDo (früher Wunderlist) und Todoist. Und natürlich kann ich Dir auch meine App empfehlen.
Das Handy solltest Du dann in jede Besprechung mitnehmen. Wenn die anderen komisch gucken erklärst Du, dass Du damit Aufgaben mitschreibst.
Mit Outlook
Gerade im Job ist vielfach Outlook im Einsatz. Outlook bietet gute Funktionen, um Aufgaben zu verwalten. Mehr dazu kannst Du in diesem Artikel nachlesen.
Tipp #2: ToDos regelmäßig durchsehen
Es reicht nicht, wenn Du Aufgaben nur aufschreibst. Du solltest auch regelmäßig in diese Liste reinschauen. Sonst hast Du ein Datengrab geschaffen, das keinen Nutzen erzeugt.
Am besten ist es, wenn Du jeden Tag zum gleichen Zeitpunkt - am besten morgens zu Beginn - Deine gesamte ToDo-Liste einmal durchgehst und dann entscheidest, was davon an dem Tag dran ist.
Welche Aufgaben solltest Du Dir für einen Tag vornehmen?
- ToDos, bei denen es brennt
- ToDos, bei denen es bald anfängt zu brennen
- ToDos, die einen großen Nutzen bringen
Tagesplan aufschreiben
Vielleicht schreibst Du Dir diese ToDos nochmal auf einen extra Zettel, damit Du ständig im Blick hast, wie Dein Plan für den Tag ist.
Tipp #3: Aktiv mit dem Kalender arbeiten
Privat und im Job gibt es sie: Termine. Und Termine gehören in einen Kalender. Sonst kann es sein, dass Du einen Termin vergisst.
Termine ernst nehmen
Wenn ein Termin im Kalender steht, solltest Du ihn ernst nehmen. Denn ein Termin ist eine Verabredung. Menschen mögen es nicht, wenn andere nicht zu einem Termin erscheinen, obwohl sie zugesagt haben.
Im Umkehrschluss heißt dass: Hinterfrage jeden Deiner Termine - und sage ihn ab, wenn Du vermutlich nicht hingehen willst. Diese Pflege Deines Kalenders solltest Du ebenfalls einmal am Tag betreiben - am besten ebenfalls am Morgen zu Beginn des Tages.
Im Job Zeiträume freihalten
Wenn Du im Job viele Termine hast, solltest Du Dir Blocker in den Kalender eintragen, wo Dir niemand einen Termin einstellen soll. Denn irgendwann musst Du ja auch Zeit haben, Deine ToDos abzuarbeiten.
Zusammenfassung
Hier nochmal auf einen Blick die Tipps, mit denen Du anfangen kannst Deine Selbstorganisation zu verbessern:
- Schreibe immer alle ToDos auf.
- Gehe jeden Morgen deine ganze ToDo-Liste durch und entscheide, was an dem Tag dran ist. Das schreibt Du als Tagesplan auf einen Zettel.
- Schaue Dir jeden Morgen die Termine für den Tag an. Sage Termine ab, wenn Du vermutlich nicht hingehst - oder wenn Du zeit zum Arbeiten brauchst. Blockier im Job Zeiten, an denen Du ungestört ToDos abarbeiten kannst.
Wenn Du mehr erfahren möchtest, könntest Du hier weiterlesen.
Feedback
Wenn Du diese Tipps ausprobierst wäre ich neugierig zu erfahren, wie es bei Dir funktioniert hat. Vielleicht schreibst Du mir eine kurze Mail?
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