Zeitkünstlerformat (6) – Weglassen

Neben der Effizienzsteigerung und Optimierung der eigenen Arbeitsweise gibt es eine weitere Möglichkeit, mit Aufgaben umzugehen: Weglassen! Die spannende Frage dabei ist: Wie können Sie erkennen, was weggelassen werden kann? In den letzten fünf Artikeln der Reihe „Zeitkünstlerformat“ wurden Sie Schritt für Schritt durch einen Prozess zur Selbstreflexion geleitet, dessen Ergebnisse nützlich für die Beantwortung dieser Frage sind.

Um eine Idee zu bekommen, was Sie weglassen könnten, wäre es hilfreich zu wissen, was im Moment alles auf Ihrer Agenda steht. Vielleicht nehmen Sie einfach einen Zettel und einen Stift und beantworten folgende Fragen:

  • Was wollen oder müssen Sie in den nächsten 7 Tage tun?
  • Was steht bei Ihnen in den nächsten 4 Wochen noch auf dem Programm?
  • Und was haben Sie sich für die nächsten 12 Monate vorgenommen?

Vermutlich haben Sie danach eine recht lange Liste mit Aufgaben. Jede dieser anstehenden Aufgaben können Sie jetzt mit den Ergebnissen der Übungen aus den letzten 5 Artikeln dieser Serie vergleichen:

  • Wie passt jede Ihrer geplanten Aufgaben zu Ihren wichtigsten 6 Werten? Werden Ihre Werte damit gelebt?
  • Entsprechen Ihre geplanten Aufgaben den Handlungsanweisungen Ihrer wichtigsten 6 Werte?
  • Wie passt jede der geplanten Aufgaben zu Ihren Indianernamen – zu den von Ihnen selber vergebenen Indianernamen und denen, die andere Ihnen gegeben haben?
  • Würden Ihre Vorbilder auch jede dieser Aufgaben erledigen? Oder warum hätten Ihre Vorbilder vielleicht die eine oder andere Aufgabe gar nicht auf der Agenda?
  • Trägt jede Ihrer anstehenden Aufgaben dazu bei, dass Ihre Mission im Leben erfüllt wird?

Wenn Sie anhand dieser Fragen jede Ihrer Aufgaben bewerten, werden Sie feststellen, dass es Aufgaben gibt, die mehr zu Ihnen passen oder mehr mit Ihnen zu tun haben als andere. Die Aufgaben, die weniger mit Ihnen zu tun haben, sind Kandidaten für das Weglassen.

Wie können Sie mit diesen Kandidaten weiter verfahren? Prüfen Sie doch einfach mal, welche der folgenden Handlungsoptionen zu den Kandidaten passen.

  • Wenn Sie sofort und ohne Vorbehalte sagen: „Prima – die Aufgabe kann weg“ – dann tun Sie es einfach 😉
  • Wenn Sie Vorbehalte haben, weil das Weglassen einer Aufgabe unangenehme Konsequenzen haben könnte, dann überlegen Sie, wie Sie diese Konsequenzen reduzieren können.
    Danach beantworten Sie für sich die Frage: Wenn es darum geht Ihren Alltag entspannter zu gestalten – und wenn das Weglassen dieser Aufgabe dazu beitragen kann – ist die Konsequenz des Weglassens dieser Aufgabe unter diesem Blickwinkel tragbar?
  • Wenn es sich um regelmäßige, immer wiederkehrende Aufgaben handelt: Welches Ausstiegsszenario können Sie finden, um mittel- oder langfristig diese Aufgabe nicht mehr erledigen zu müssen?

Epilog…

Wenn Sie die Übungen in den 6 Artikeln der Serie Zeitkünstlerformat durchgeführt haben, werden Sie vermutlich deutlich bewusster wissen, was Sie als Persönlichkeit auszeichnet. Und vielleicht führt dieses Bewusstsein auch zu einem bewussteren und fokussierteren Umgang mit Zeit. Ich freue mich über Ihre Rückmeldungen, Anregungen und Erfolgsberichte unter info@zeitkuenstler.de.

Zum Nachschlagen – die Links zu den vorherigen Beiträgen der Reihe

 

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